Wechsel des Landesvorsitzenden:

Neuer Kopf an der Spitze der Grünen

Die Brandenburger Grünen sehen sich durch den Wiedereinzug in den Landtag gestärkt. Nun wirkt sich der Wahlerfolg auf die Parteiführung aus.

Clemens Rostock ist nun ebenfalls Vorsitzender und führt den Landesverband mit Petra Butke.
Bernd Settnik Clemens Rostock ist nun ebenfalls Vorsitzender und führt den Landesverband mit Petra Butke.

Die Brandenburger Grünen haben eine neue Doppelspitze: Clemens Rostock ist neuer Parteichef. Der 30 Jahre alte Verkehrsexperte wird die Grünen künftig gemeinsam mit der bisherigen Vorsitzenden Petra Budke führen. Rostock bekam am Wochenende in Neuruppin knapp 80 Prozent der abgegebenen Stimmen, wie ein Parteisprecher mitteilte. Er hatte keinen Gegenkandidaten.

Rostock tritt die Nachfolge von Benjamin Raschke an. Der 31-Jährige war in den Landtag eingezogen und musste wegen der bei den Grünen vorgeschriebenen Trennung von Amt und Mandat den Vorsitz abgeben.

Rostock arbeitet hauptberuflich beim VCD

Rostock arbeitet beim Verkehrsclub Deutschland im Projekt Mobilität von Senioren und will als einen Schwerpunkt den öffentlichen Nahverkehr stärken. Daneben liegt ihm besonders die Basis der Grünen in den Städten und Gemeinden am Herzen. „Grün ist angekommen in Brandenburg. Wir haben gegen den Trend bei der Landtagswahl zugelegt und endlich die 1000-Mitglieder-Marke geknackt“, betonte Rostock. Ein Hauptthema wird dabei die Braunkohle in der Lausitz bleiben. Die Grünen wollen den Energiekonzern Vattenfall in die Pflicht nehmen und fordern von ihm, sich an einem sozialverträglichen Ausstieg aus dem Braunkohlen-Tagebau zu beteiligen. Ein entsprechender Leitantrag des Vorstandes wurde einstimmig beschlossen. Vattenfall plant den Verkauf der Braunkohlesparte.

Zudem setzt sich die Partei für eine Verbesserung der Situation von Asylsuchenden ein. Gemeinschaftsunterkünfte sollen vermieden werden. Flüchtlinge sollten in Wohnungen untergebracht und übergangsweise benötigte Einrichtungen müssten auf höchstens
80 Bewohner begrenzt werden, beschlossen die knapp 90 Delegierten. Zudem sollten die Mindeststandards in den Heimen, die soziale Betreuung der Menschen und das Sicherheitspersonal regelmäßig überprüft werden.

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