Ermittlungen bereits seit Dezember:

Neuer Korruptionsverdacht am Berliner Pannenflughafen

Der Bau des Terminals in Schönefeld wird immer teurer. Dabei fließt offenbar nicht alles Geld in die richtigen Hände. Darauf deuten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hin.

Die Flughafenbaustelle kommt einfach nicht aus den Negativschlagzeilen.
Patrick Pleul Die Flughafenbaustelle kommt einfach nicht aus den Negativschlagzeilen.

Am neuen Hauptstadtflughafen soll es einen weiteren schwerwiegenden Bestechungsfall gegeben haben. Ein Flughafenmitarbeiter soll 2012 Schmiergeld von der am Bau beteiligten Firma Imtech erhalten haben. Anders als im aufsehenerregenden Korruptionsfall um den früheren Technikchef Jochen Großmann ist aber keiner der Verdächtigen heute mehr auf seinem Posten.

Wie der Neuruppiner Oberstaatsanwalt Frank Winter am Donnerstag bestätigte, ermittelt die Anklagebehörde bereits seit Dezember wegen des Verdachts der Bestechung und Bestechlichkeit im besonders schweren Fall gegen einen früheren Bereichsleiter des Flughafens und vier frühere leitende Mitarbeiter eines Auftragnehmers.

Flughafen-Sprecher Ralf Kunkel sagte, alle dem Airport zugänglichen Unterlagen zu dem Fall seien schon der Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Der Energie- und Gebäudetechnik-Konzern Imtech mit Sitz in den Niederlanden war in den vergangenen Jahren durch erhebliche Unregelmäßigkeiten aufgefallen. So hatte die deutsche Tochter nach Konzernangaben über Jahre hinweg Umsätze ausgewiesen, die es gar nicht gab. Das führte zu höheren Boni für die Führungsetage.

Die vier Beschuldigten wurden im Zusammenhang mit dieser Affäre gefeuert, wie Imtech-Sprecher Ward Snijders sagte. Gegen sie sei seit 2013 intern ermittelt worden. Für die Anschuldigungen in Sachen Flughafen habe man in den Büchern aber keine Beweise gefunden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung