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Nichts geht mehr in Frankfurt

Es ist das kleinste und jüngste in Brandenburg: das Kasino in der Oderstadt. Erst 2006 war es eröffnet worden. Nun allerdings soll alles zu Ende gehen. Die Gründe sind vielschichtig.

Die Spielbank war erst vor knapp neun Jahren in Betrieb gegangen.
Patrick Pleul Die Spielbank war erst vor knapp neun Jahren in Betrieb gegangen.

Die Spielbank in Frankfurt (Oder) wird Ende März aus Mangel an Kunden geschlossen. Dann können die Spieler in Brandenburg nur noch in den Spielbanken Potsdam und Cottbus ihr Glück versuchen. Die Einnahmen hätten sich seit 2007 von rund 1,2 Millionen Euro auf rund 573 000 Euro im Jahr 2014 mehr als halbiert – analog zu den Besucherzahlen, teilte der Sprecher der Brandenburgischen Spielbanken GmbH, Michael Masch, auf Anfrage mit.

Die neun Angestellten sollen künftig die Teams an den beiden anderen Standorten verstärken. Hintergrund der schlechten Ertragslage sei neben dem Rückgang der Bevölkerung in Frankfurt (Oder) die Zunahme anderer Freizeitangebote, erklärte Masch. Zudem gebe es eine wachsende Konkurrenz gewerblicher Spielhallen und vom Glücksspiel im Internet.

Diese Konkurrenz zeige auch bundesweit Wirkung, sagte Otto Wulferding, Vorsitzender des Deutschen Spielbankenverbandes. „Die Spielhallen dürfen seit 2006 ähnliche Spielgeräte aufstellen wie wir und auch die ständig verfügbaren Angebote im Internet setzen die stationären Spielbanken unter Druck.“ Dies gelte besonders in den ostdeutschen Ländern mit geringer Kaufkraft. „So wurden in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr alle sechs Spielbanken geschlossen.“