2014 schon mehr als 1000 Infektionen in der Mark:

Niemand sollte Gefahr durch Zeckenbisse unterschätzen

Oft übertragen die kleinen Tiere die Krankheit Borreliose auf Menschen. Fürs Jahr 2014 gibt es allerdings auch positive Nachrichten.

Die hässlichen Blutsauger sind als Überträger von gefährlichen Infektionen bekannt.
Daniel Reinhardt Die hässlichen Blutsauger sind als Überträger von gefährlichen Infektionen bekannt.

Die Zahl der Borreliose-Fälle in der Mark bleibt hoch. Allerdings wird die Anzahl gemeldeter Fälle am Jahresende 2014 voraussichtlich etwas niedriger ausfallen, als es im Jahr 2013 der Fall war. Bis Anfang November wurden insgesamt 1302 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Im gesamten Jahr 2013 seien es 1571 gewesen.

Zwar könne noch keine genaue Jahresprognose gemacht werden, hieß es weiter. Weil die Zeckenaktivität bei niedrigen Temperaturen aber deutlich nachlasse, sei es wahrscheinlich, dass der Wert unter dem des Vorjahres bleiben wird. Noch vor Monaten hatte das Ministerium mit Blick auf den milden Winter darauf hingewiesen, dass die Zecken ungewöhnlich früh aktiv waren.

Haustiere sind ebenfalls bedroht

Die Erreger der Borreliose, die Borrelien-Bakterien, gelangen über Zecken in den menschlichen Körper. Haustiere gehören ebenfalls zu den bedrohten Lebewesen. Die Bakterien können im Körper Gelenk-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen auslösen. Am stärksten waren bislang die Landkreise Potsdam-Mittelmark (152 Fälle), Oberhavel (136) und Barnim (132) betroffen. Am niedrigsten waren die Zahlen in Frankfurt (Oder) und im Landkreis Elbe-Elster mit jeweils nur 13 gemeldeten Borreliose-Fällen.

Die ebenfalls von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) trat in Brandenburg in diesem Jahr laut Ministerium bislang einmal auf. 2013 waren vier und 2012 zwei Fälle dieser Form von Hirnhautentzündung gemeldet worden.