Streik bei der Bahn:

Notfahrplan bei Zügen

Zur Arbeit mit dem Zug. Am Mittwoch wird es da Probleme geben. Die Lokführer streiken. Pendler kennen das schon - es ist der siebte Ausstand binnen acht Monaten.

Bis Donnerstagabend soll der Ausstand andauern.
Martin Gerten Bis Donnerstagabend soll der Ausstand andauern.

Viele Brandenburger müssen sich am Mittwoch auf deutlich längere Arbeitswege einstellen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) warnte am Dienstag, zahlreiche Züge und S-Bahnen in der Region würden ausfallen. U-Bahn, Straßenbahn und Busse sind dagegen nicht betroffen. Die übrigen 38 Verkehrsunternehmen im VBB wollen weitgehend nach Plan fahren.

Der Streik der Lokführer soll in der Nacht zum Mittwoch um 2 Uhr früh beginnen und bis Donnerstagabend um 21 Uhr dauern. Bei den Regionalzügen gilt ein stark ausgedünnter Notfahrplan. Wichtig vor allem für Berufspendler, die den Regionalexpress 3 (Stralsund - Prenzlau - Schwedt - Berlin) nutzen: Auf dem Streckenabschnitt zwischen Eberswalde und Berlin-Gesundbrunnen wird laut der Internet-Auskunft der Bahn ein Schienenersatzverkehr angeboten. Nicht bestreikt werden die drei Bahn-Wettbewerber in Brandenburg, die Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg), die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und die Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP). Es könne aber nicht vermieden werden, dass bestreikte Züge der Deutschen Bahn Gleise blockieren, teilte die Odeg mit. Das könne zu Unregelmäßigkeiten führen.

Güterverkehr wird länger bestreikt

Vor dem Streik im Personenverkehr bestreikte die Lokführergewerkschaft GDL am Dienstag bereits den Güterverkehr. Hier soll der Ausstand bis Freitagmorgen dauern. Die GDL begründete den siebten Ausstand in der laufenden Tarifrunde mit einem unbefriedigenden Angebot der Bahn für die rund 3100 Lokrangierführer. Sie sollten nach Ansicht der GDL deutlich besser bezahlt werden.

Bisher hat die konkurrierende und größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für die Lokrangierführer Tarifverträge ausgehandelt. Nun gehören sie zu den Berufsgruppen, für die auch die GDL Tarifforderungen stellt.

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