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NPD-Politiker in Untersuchungshaft genommen

Ein Nauener Stadtverordneter der rechtsextremen Partei steht im dringenden Verdacht, einen Brandanschlag auf das Auto eines Polen verübt zu haben.

Der Verdächtige wurde am Dienstag in eine Haftanstalt eingeliefert.
Uwe Anspach Der Verdächtige wurde am Dienstag in eine Haftanstalt eingeliefert.

Wegen eines fremdenfeindlichen Brandanschlags auf das Auto eines Polen sitzt ein NPD-Lokalpolitiker aus Brandenburg in Untersuchungshaft. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurden ein 29-Jähriger und eine 22 Jahre alte Frau am Dienstag im Zuge von insgesamt sechs Hausdurchsuchungen festgenommen. Nach Medieninformationen handelt es sich bei dem 29-Jährigen um einen NPD-Stadtverordneten aus Nauen (Havelland).

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem Laptops, Handys, Datenträger, Videokameras und schriftliche Unterlagen beschlagnahmt. „Weiterhin stellten die Fahnder mehrere Tonträger mit rechtsextremistischem Liedgut sicher“, berichtete ein Sprecher. Ein weiterer, 28 Jahre alter Tatverdächtiger wurde bei den Durchsuchungen nicht angetroffen. „Nach ihm laufen jetzt die Fahndungsmaßnahmen.“

Die drei Beschuldigten sollen im Mai 2015 aus fremdenfeindlichen Motiven den Wagen eines Polen angezündet haben. Das Auto war zu diesem Zeitpunkt vor einem Wohnhaus in Nauen abgestellt. „Die Spurensicherung ergab, dass der Brand mit Brandbeschleuniger verursacht worden war“, so der Sprecher. Durchsucht wurden Wohnungen in Nauen, Potsdam und Schönwalde-Glien (Havelland).