Jahrestag der Befreiung:

NS-Gedenkstätten erwarten viele Holocaust-Überlebende

Im April jährt sich die Befreiung der früheren Konzentrationslager der Nazis zum 70. Mal. Dann kommen Gäste, denen die Rückkehr schwerfällt.

Das frühere Lager Sachsenhausen ist heute Gedenkstätte.
Bernd Settnik Das frühere Lager Sachsenhausen ist heute Gedenkstätte.

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten erwartet zum 70. Jahrestag der Befreiung von der NS-Schreckensherrschaft zahlreiche Überlebende der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück. Vom 17. bis 20. April sind zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Dazu würden voraussichtlich jeweils etwa 100 ehemalige Häftlinge aus vielen Ländern kommen, sagte Direktor Günter Morsch am Donnerstag in Oranienburg. „Wir freuen uns sehr, dass viele Überlebende unserer Einladung trotz ihres hohen Alters folgen wollen und hoffen, dass auch alle die beschwerliche Reise antreten können.“ Es lägen zahlreiche Anmeldungen aus Israel, Polen und der Ukraine vor. Die Stiftung finanziert den Gästen und jeweils einer Begleitperson die Anreise und den Aufenthalt.

Ermöglicht wird diese Aktion nach ihren Angaben durch Gelder vom Bund und dem Land Brandenburg. Die Stiftung wird eigentlich je zur Hälfte von Bund und Land getragen, Brandenburg hat seinen Anteil für 2015 jedoch auf mehr als 2,9 Millionen Euro erhöht; der Bund bleibt dagegen bei rund 2,8 Millionen. Der Gesamthaushalt liegt 2015 bei über 6 Millionen Euro.

Das Interesse an den Gedenkstätten des nationalsozialistischen Terrors in Brandenburg ist ungebrochen. 2014 gab es erneut mehr Besucher als noch ein Jahr zuvor: Laut Stiftung besuchten Sachsenhausen mehr eine halbe Million Menschen (2013: etwa 500 000), nach Ravensbrück kamen erneut rund 150 000 Besucher.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung