Christbäume für Berlin:

Nun geht es den Tannen an den Stamm

Der durchschnittliche Weihnachtsbaum misst etwa 1,70 bis 2 Meter. Es ist eine Nordmanntanne. Heute wachsen sie allerdings nicht mehr wild im Wald.

Seit Freitag ist die Saison offiziell im Gange: Die Nadelbäume für den Heiligabend werden geerntet.
Ralf Hirschberger Seit Freitag ist die Saison offiziell im Gange: Die Nadelbäume für den Heiligabend werden geerntet.

Rund 100 000 Weihnachtsbäume aus Brandenburg sollen bis Heiligabend in der Hauptstadtregion verkauft werden. Hier komme bislang jeder dritte Weihnachtsbaum aus der märkischen Heimat, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Freitag auf dem Tannenhof in Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) zum Auftakt der Saison. Der Rest stamme hauptsächlich von Plantagen aus Dänemark, meist handle es sich dabei um Nordmanntannen.

„Der Markt ist groß und der Bedarf an Festtagsschmuck aus der Heimat noch lange nicht gedeckt“, sagte Vogelsänger. Für Landwirte wäre das eine gute Chance, ein neues Geschäftsfeld im Nebenerwerb aufzubauen. „Jedoch braucht man viel Geduld.“ Ab der Aussaat dauere es etwa zehn bis 15 Jahre, bis der Baum geschlagen werden könne.

Zucht von Weihnachtsbäumen erfordert Geduld

„Der Baum kommt beim Heranwachsen nicht ohne Betreuung aus“, sagte Gerald Mai, Geschäftsführer des Werderaner Tannenhofes. Dafür sei viel Handarbeit erforderlich. So müssten Unkräuter beseitigt, Schädlinge bekämpft oder Zweige ausgeputzt werden.

Im Landesbetrieb Forst spielt der Verkauf von Weihnachtsbäumen nur noch eine kleine Rolle. Etwa 12 000 Stück würden pro Jahr angeboten, sagte der Referatsleiter im Ministerium, Carsten Leßner. Der Anbau werde Profis überlassen.

In Brandenburg gibt es rund 1,1 Millionen Hektar Wald, dem Land gehören rund 270 000 Hektar. Den Rest bewirtschaften mehrere Tausend Privatleute.

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