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Opfer von Terroranschlag erhalten Geld

12 Menschen starben, rund 50 wurden verletzt. Manche von ihnen so schwer, dass sie noch im Krankenhaus liegen. Welche Folgen der Terroranschlag in Berlin für Angehörige und Opfer hat, steht noch lange nicht fest. Erste schnelle finanzielle Hilfe gibt es aber schon.

Kerzen und Blumen erinnern in der Nähe der Gedächtniskirche an die Opfer des Berliner Terroranschlages.
Jens Kalaene Kerzen und Blumen erinnern in der Nähe der Gedächtniskirche an die Opfer des Berliner Terroranschlages.

Rund drei Wochen nach dem Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche haben erste Verletzte und Angehörige von Opfern Geld vom Bund erhalten. „Es sind erste Beträge geflossen“, sagte ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Justiz in Bonn am Mittwoch. Weitere Anträge würden bearbeitet. „Wir entschädigen auf jeden Fall. Die Voraussetzungen dafür liegen vor.“ Unterstützung gab es bereits auch schon durch private Spenden.

Wie viel Anträge von Opfern vorliegen und wie viel Geld bisher gezahlt wurde, wollte das Bundesamt nicht mitteilen. Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ hatte von bislang zehn Anträgen auf eine Härtefallleistung geschrieben.

Die Höhe der Zahlungen wird laut dem Bundesamt im Einzelfall geregelt. Genaue Summen wurden nicht genannt. Nahe Angehörige von Todesopfern wie Eltern, Kinder und Ehepartner erhielten in früheren Fällen 10  000  Euro, Geschwister 5000  Euro. Verletzte Menschen können einmalig höhere Summen bekommen. „Das richtet sich nach der Schwere der Verletzung. Es gibt dabei aber keine Maximalsumme“, sagte der Sprecher. Die Festlegung richtet sich auch nach entsprechenden Gerichtsurteilen, bei denen es um Schmerzensgeld und Schadenersatz ging. Bei sehr gravierenden Verletzungen können das auch mehrere 10  000 Euro sein.