Bessere Betreuung:

Opferschutz wird ausgebaut

Wer unter Kriminalität und Gewalt gelitten hat, benötigt oft Beistand. Doch viele Betroffene erleben die Tat bei einer Befragung erneut.

Opfer von Gewalt machen laut Justizministerium zu selten Gebracuh von ihren Rechten.
Maurizio Gambarini Opfer von Gewalt machen laut Justizministerium zu selten Gebracuh von ihren Rechten.

Opfer von Straftaten machen nach Einschätzung des Brandenburger Justizministeriums immer noch zu wenig Gebrauch von ihnen zustehenden Rechten. Das Land werde den Opferschutz weiter ausbauen, sagte Justiz-Staatssekretär Ronald Pienkny am Sonntag anlässlich des Tages der Kriminalitätsopfer. So sollen staatliche als auch private Angebote und Projekte gefördert werden. Ein wichtiger Punkt sei die psychosoziale Begleitung von Opfern schwerer Gewalt- und Sexualstraftaten bei Prozessen. „In der Vergangenheit wurden oft nur Einzelprobleme korrigiert“, sagte Pienkny. Die Betroffenen nutzten zu selten unter anderem Entschädigungsrechte.

Organisationen wie der Weiße Ring oder die Opferhilfe Brandenburg seien wertvolle Stützen für die Betroffenen, sagte der Justiz-Staatssekretär. Schon für weitestgehend unbeteiligte Zeugen sei es unangenehm, sich im Gerichtssaal den Fragen von Richtern, Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu stellen. Für die Opfer sei es in der Regel noch schwieriger. Sie erlebten durch die Befragung die Tat noch einmal. In dieser Situation sei es wichtig, jemanden an der Seite zu haben, der vorab das gerichtliche Verfahren erläutere und bei der Vernehmung dabei sei, sagte Pienkny.

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