Hitze und Schädlinge:

Park von Sanssouci leidet unter dem Klimawandel

Generationen von Preußenkönigen flanierten durch den blühend-grünen Park von Sanssouci. Wird es in Zukunft dort nur noch eine grau-braune Steppe geben?

Hier ist noch buntes Herbstlaub im Park von Sanssouci zu sehen. Ein Anblick, der bald der Vergangenheit angehört?
Bernd Settnik Hier ist noch buntes Herbstlaub im Park von Sanssouci zu sehen. Ein Anblick, der bald der Vergangenheit angehört?

Der Klimawandel bedroht von Jahr zu Jahr mehr das UNESCO-Welterbe der Potsdam-Berliner Kulturlandschaft. „Hitze, Trockenheit und Wetterextreme machen den Gärten immer mehr zu schaffen“, sagte der Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Michael Rohde. Saftig grüne Wiesen und alte Bäume mit dichtem Laub scheinen im historischen Park von Sanssouci gefährdet. „Wir machen uns ernste Sorgen, um die Nachpflanzungen zur Bewahrung der Parkbilder auch künftig bewältigen zu können“.

Auf vielfältige Umwelteinflüsse mussten die Gärtner schon immer reagieren. Doch seit etwa zehn Jahren nehmen die Auswirkungen des Klimawandels zu: Es wird wärmer. „Immer mehr Pflanzenschädlinge wandern ein und vermehren sich stark. Die Bäume leiden unter Stress, sterben ab“, sagte Rohde. Ulmen, Eschen und Rotbuchen, neuerdings aber auch Eichen seien besonders gefährdet.

Die Baumbestände sind mittlerweile rund 200 Jahre alt. Spezielle Nachpflanzungen seien immer schwieriger. Dazu komme: „Wir können die historisch gepflanzten Baumarten nicht einfach durch trockenresistente Akazien oder Platanen ersetzen.“ Die künstlerisch geplante Wirkung sei nicht zu vergleichen.

Jetzt sollen Wissenschaftler helfen: „Wir brauchen belastbare Aussagen von Fachexperten aus Hochschulen und Instituten: Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf historische Gärten? Welche Handlungsmaßnahmen werden empfohlen?“, sagte der Gartendirektor.

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