Fürstenwalde und Königs Wusterhausen im Visier:

Pegida-Nachahmer versuchen ihr Glück woanders

Die märkischen Islamkritiker von „Bramm“ hatten zuletzt in Brandenburg/Havel wenig Zulauf. Wo sich die Bewegung künftig neue Anhänger erhofft.

Schon bei der ersten Kundgebung Ende Januar hatte „Bramm“ nur 150 Demonstranten mobilisieren können.
Bernd Settnik Schon bei der ersten Kundgebung Ende Januar hatte „Bramm“ nur 150 Demonstranten mobilisieren können.

Nach erneut spärlichem Zulauf haben die brandenburgischen Nachahmer der islamkritischen Pegida-Bewegung angekündigt, keine weiteren Demonstrationen in Brandenburg/Havel zu veranstalten. Stattdessen habe ein Sprecher der Initiative „Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung“ (Bramm) angekündigt, nach Fürstenwalde (Oder-Spree) und Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) zu wechseln, berichteten verschiedene Medien übereinstimmend am Dienstag. Von der islamkritischen Initiative selbst war zunächst allerdings keine Stellungnahme zu erhalten.

Schon an den vergangenen drei Montagen hatten mehrere Hundert Gegendemonstranten bei den Kundgebungen zahlenmäßig die wenigen Dutzend Pegida-Anhänger deutlich übertroffen. „Unser Konzept, sich friedlich der ‚Bramm’ entgegenzustellen, hat gefruchtet“, erklärte Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU). Sie riet anderen Kommunen, in denen die „Bramm“ jetzt demonstrieren will, zu ähnlichen Gegenaktionen.

Bereits beim ersten „Bramm“-Aufmarsch in Brandenburg/Havel kamen nur 150 Menschen zusammen. Die Gegendemonstranten waren schon Ende Januar deutlich in der Überzahl.