Ehrenamtliches Engagement:

Pensionierte Lehrer helfen in Gedenkstätte Sachsenhausen

Jahrelang kamen die Pädagogen, um ihren Schülern den Nazi-Terror zu verdeutlichen. Nun fahren sie aus anderen Motiven nach Oranienburg.

Die früheren Lehrkräfte haben in ihrer Berufszeit alle ein Bauhandwerk gelernt.
Bernd Settnik Die früheren Lehrkräfte haben in ihrer Berufszeit alle ein Bauhandwerk gelernt.

Sie kommen, um kräftig mit anzupacken: Auch in diesem Jahr helfen pensionierte Lehrer aus Bremen bei der Sanierung der Gedenkstätte Sachsenhausen. Bereits zum dritten Mal sind die Pädagogen nach Oranienburg gekommen, um ihr ursprünglich erlerntes Handwerk als Maler, Tischler oder Maurer auszuüben.

„Am ersten Tag waren wir alle ganz schön kaputt“, schilderte Hans-Joachim Gries (68) aus Bremen. Noch bis zum heutigen Freitag arbeiten er und seine elf früheren Kollegen im Alter zwischen 64 und 77 Jahren auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers Sachsenhausen.

Frühere Wäscherei wird saniert

Dabei steht ein Gebäude im Mittelpunkt, das früher als Wäscherei diente: Die Fenster werden neu lackiert und Fassaden ausgebessert. Zudem wurden die Wände im Archiv nach sechs Anstrichen neu beschichtet, wie Gries schilderte.

Als Lehrer ist er 18 Jahre lang mit seinen Berufsschülern zu der Gedenkstätte gekommen. Unter dem Motto „Lernen und Arbeiten“ sollten sie mehr über die Stätte des Nazi-Terrors erfahren und zugleich zum Erhalt der Gedenkstätte beitragen. Nun setzt Gries das Projekt mit Rentnern fort. „Wir wollen auch im nächsten Jahr wiederkommen“, versicherte der 68-Jährige.

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