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Pestizide schaden Fledermäusen

Gifte in der Landwirtschaft sind aus Sicht des Naturschutzbundes eine der größten Gefahren für Fledermäuse in Brandenburg. Aus gutem Grund.

Fledermäuse ernähren sich von Insekten. Die wiederum werden aber von Pestiziden vernichtet.
Klaus-Dietmar Gabbert Fledermäuse ernähren sich von Insekten. Die wiederum werden aber von Pestiziden vernichtet.

„Die Pestizide in der Landwirtschaft sorgen für Insektenarmut“, sagte der Zoologe Julian Heiermann vom Naturschutzbund. Fledermäuse leben ausschließlich von Insekten.

Auch Windräder seien eine Gefahr, allerdings spreche sich der Nabu nicht strikt dagegen aus. „Sie sollten möglichst dort aufgestellt werden, wo die Schäden so gering wie möglich sind“, sagte Heiermann. Fledermäuse sterben durch die Kollision mit den Rädern, aber auch durch die starke Veränderung des Luftdrucks im Umfeld. Dieser führt dazu, dass die inneren Organe der Tiere zerreißen und sie innerlich verbluten.

Internationale Fledermausnacht

In Deutschland kommen laut Bundesverband für Fledermauskunde etwa 25 von weltweit knapp 1400 bekannten Fledermausarten vor. 18 gelten als gefährdet bis vom Aussterben bedroht. Bei der Internationalen Fledermausnacht von diesem Samstag auf Sonntag können Interessenten mehr über die Tiere erfahren. In Brandenburg gibt es unter anderem in Potsdam, Cottbus, Brandenburg/Havel und anderen Orten Veranstaltungen.