Wegen Tierquälerei:

Pferdehalterin vor Gericht

Eine Frau soll ihre Tiere extrem vernachlässigt haben. Sie ist deswegen nicht zum ersten Mal ins Visier von Ermittlern gerückt.

Ein Urteil könnte Mitte nächsten Monats gesprochen werden.
Peter Steffen Ein Urteil könnte Mitte nächsten Monats gesprochen werden.

Wegen der Vernachlässigung von zwei Pferden muss sich eine 52 Jahre alte Tierhalterin aus Linow bei Rheinsberg seit Donnerstag vor dem Amtsgericht Neuruppin verantworten. Wie das Gericht mitteilte, soll die Frau im Sommer 2012 einen Hengst mit Schmerzen monatelang auf einer Weide gelassen haben, ohne das Tier medizinisch versorgen lassen. Zudem soll sie sich nicht um ein erkranktes Fohlen gekümmert haben, das ausgetrocknet auf einer Weide lag. Für Mitte November wird das Urteil erwartet.

Die Frau ist mehrfach wegen verwahrloster Tiere aufgefallen. Zuletzt hatte das Veterinäramt im März 2013 rund 170 ausgehungerte Pferde von ihrem einem Hof in Linow bei Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) geholt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 52-Jährige auch wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

Die in Sicherheit gebrachten Tiere sind nach Angaben von Kreisveterinär Matthias Rott verkauft worden. Die Kosten von 200 000 Euro für die Unterbringung kamen nicht zusammen. „Wir haben rund 30 000 Euro eingenommen. Die Differenz stellen wir der ehemaligen Halterin in Rechnung.“