Sorge um Landeschef:

Platzeck hatte Schlaganfall

Vor einer Woche musste Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck ins Krankenhaus. Wie ernst sind die Gesundheitsprobleme des Politikers?

Hatte "leichten Schlaganfall": Matthias Platzeck (SPD)
Hendrik Schmidt

Nach dem leichten Schlaganfall des Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) rechnet seine Partei damit, dass der SPD-Landeschef seine Aufgaben wieder ganz wahrnehmen kann. „Offensichtlich hat er verdammt viel Glück gehabt“, sagte der SPD-Generalsekretär Klaus Ness am Dienstag.

Er habe keine Zweifel, dass der Regierungschef seine Aufgaben in Zukunft wieder voll wahrnehmen wird. Platzeck habe dazu eine Entscheidung getroffen, wenn er an diesem Donnerstag die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen wolle.

Lauf- und Sehvermögen eingeschränkt

Zuvor hatte der 59 Jahre alte Regierungschef seinen Schlaganfall in einem Interview mit der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag) publik gemacht. Er war Anfang vergangener Woche ins Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum gekommen. Sowohl sein Sehvermögen als auch das Laufen waren Platzeck zufolge durch den leichten Schlaganfall eingeschränkt. Dank exzellenter medizinischer Betreuung habe er nach nur drei, vier Tagen fast wieder seinen normalen Zustand erreicht.

Regierung hält sich bedeckt

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dieter Dombrowski, sagte in einer ersten Reaktion: „Ich wünsche Herrn Platzeck vollständige Genesung. Nichts ist so wichtig wie die Gesundheit.“ Er habe dem Ministerpräsidenten Genesungswünsche geschickt.

Regierungssprecher Thomas Braune wollte sich nicht näher zu der Erkrankung äußern und verwies lediglich auf das Zeitungsinterview. Im Jahr 2006 hatte Platzeck nach zwei Hörstürzen den SPD-Bundesvorsitz abgegeben.