Ministerpräsident bricht zusammen:

Platzeck schon wieder im Krankenhaus

Zu viel Stress? Der Regierungschef wird wegen Kreislaufproblemen behandelt.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck
Michael Kappeler

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ist im Krankenhaus und hat verschiedene Termine abgesagt. „Der  Ministerpräsident wird wegen Kreislaufproblemen im Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam behandelt und hat die Termine diese Woche abgesagt“, sagte Regierungssprecher Thomas Braune am Montag auf Nachfrage.

Am Montag wollte Platzeck eigentlich an den Gedenkfeiern zum Tag des Arbeiteraufstandes in der DDR in Brandenburg an der Havel teilnehmen. Noch am Sonntag war der 59-Jährige in den Hochwassergebieten in der Prignitz unterwegs. Nach einem Kontrollflug entlang der Deiche und Polder von Elbe und Havel sprach er mit Einsatzkräften in Lenzen und Wittenberge. Die Fluthelfer lud er zum Sommerfest der Landesregierung an diesem Mittwoch ein. Zuvor hatte Platzeck am Samstag in Forst die Deutsche Rosenschau eröffnet. Am Sonntagabend war er zu Gast in der  Diskussionssendung von Günther Jauch.

2006 hatte er bereits zwei Hörstürze

Ende April hatte der Regierungschef eine Israelreise kurzfristig absagen müssen - wegen einer „akuten Viruserkrankung“, wie es hieß.

Platzeck hatte im Januar den Vorsitz im Aufsichtsrat des Hauptstadtflughafens übernommen, weitere Belastungen brachte in den vergangenen Wochen das Hochwasser. 2006 hatte Platzeck nach zwei Hörstürzen den SPD-Bundesvorsitz abgegeben. Viele Politiker versuchen, Erkrankungen für sich zu behalten, weil sie fürchten, diese könnten ihnen als Schwäche ausgelegt werden.