Neue zentrale Leitstelle:

Polizei-Notrufe gehen jetzt alle nach Potsdam

Die neue Einrichtung nimmt täglich rund 1200 Hilferufe aus dem ganzen Land entgegen und koordiniert die Polizeieinsätze.

173 Beamte kümmern sich um Hilferufe der Bürger.
Ralf Hirschberger 173 Beamte kümmern sich um Hilferufe der Bürger.

Die zentrale Leitstelle der Brandenburger Polizei hat am Mittwoch in Potsdam ihren Betrieb aufgenommen. 173 Beamte werden vom neuen Standort aus im Polizeipräsidium in Potsdam-Eiche sämtliche 110-Notrufe aus dem Land annehmen und die Einsätze koordinieren, teilte ein Polizeisprecher mit. Bislang wurden in Frankfurt (Oder) und in Potsdam jeweils zwei eigenständige Leitstellen betrieben.

Für die neue Zentrale ist die bisherige Potsdamer Leitstelle für rund 4,9 Millionen Euro erweitert und umgebaut worden. Der Standort Frankfurt bleibt bis Ende September als Reserve am Netz, falls es zu Störungen in der Zentrale kommen sollte.

Täglich erreichen die Polizei etwa 1200 Notrufe, die bis zu 900 Polizeieinsätze auslösen. Zusätzlich kommen täglich noch einmal bis zu 550 Faxe und E-Mails sowie bis zu 90 Anzeigen.

Die Zusammenlegung der Leitstellen ist Teil der Polizeireform 2020, die vor vier Jahren in Kraft trat. Wegen der schrumpfenden Einwohnerzahl Brandenburgs soll Personal abgebaut werden. Von derzeit rund 8100 Polizei-Mitarbeitern sollen 7855 bleiben.

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