Falschgeld:

Polizei warnt vor falschen Zwanzigern

Vermehrt tauchen derzeit gefälschte 20-Euro-Scheine auf. Von Berlin aus können sie schnell auch in den Nordosten gelangen. Das Falschgeld kann aber leicht entlarvt werden.

Ob Banknoten echt sind, lässt sich mit ein paar kurzen Handgriffen und Blicken schnell überprüfen.
Kay Nietfeld Ob Banknoten echt sind, lässt sich mit ein paar kurzen Handgriffen und Blicken schnell überprüfen.

In Berlin sind derzeit vermehrt gefälschte 20-Euro-Banknoten im Umlauf. Die Menge der sichergestellten Blüten hat sich nach Polizeiangaben seit August vervierfacht. „Wir empfehlen Kunden und Händlern, bei Zwanzigern ganz genau hinzuschauen“, sagte Jens Bachmann, stellvertretender Leiter der Abteilung Falschgeld beim Landeskriminalamt (LKA).

Die am häufigsten aufgetauchten falschen Euro-Noten in Berlin seien Zwanziger. Warum werden gerade Zwanziger gefälscht? „Die werden nicht so oft kontrolliert wie beispielsweise 100-Euro-Scheine“, sagte Bachmann. Die derzeit benutzten Fälschungen seien zwar hochwertig, „es reicht aber, die echten Scheine gut zu kennen, um sich zu schützen. Im Zweifelsfall sollte man mit anderen Banknoten vergleichen“, sagte Bachmann.

Die falschen Scheine seien oft aus glatterem Papier als die echten. Außerdem dürfe der sogenannte Perlglanzstreifen auf der Rückseite, der beim Kippen der Banknote sichtbar wird, nicht fehlen.

Eine beruhigende Nachricht: Im Weihnachtsgeschäft tauchen gefälschte Scheine nach LKA-Angaben derzeit nicht vermehrt auf. „Möglicherweise könnte das daran liegen, dass Kunden gerade große Einkäufe mit Kredit- oder EC-Karte bezahlen“, sagte Bachmann.

In ganz Deutschland wurden nach Angaben der Europäischen Zentralbank im ersten Halbjahr 19 472 Euro-Blüten aus dem Verkehr gezogen. Zu 41 Prozent waren es Zwanziger, zu 39 Prozent 50-Euro-Scheine.

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