Zahl der Gläubigen nimmt zu:

Potsdam sucht nach neuen Räumen für Moschee

Eile ist auch deshalb geboten, weil die jetzige Übergangslösung, ein Tropenhaus im Volkspark, der Stadt teuer zu stehen kommt.

Mehr als 500 Muslime kommen in dem Tropenhaus für die Freitagsgebete zusammen.
Ralf Hirschberger Mehr als 500 Muslime kommen in dem Tropenhaus für die Freitagsgebete zusammen.

Die Stadt Potsdam ist intensiv auf der Suche nach neuen Räumen für die Al-Farouk-Moschee. Für die Freitagsgebete in der Biosphäre Potsdam – ein Tropenhaus im Volkspark – als Übergangslösung habe die Stadt für jede der 16 Veranstaltungen rund 1500 Euro Miete zahlen müssen, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Freitag. „Für dieses Jahr wollen wir in Verhandlungen mit dem Land eine neue Lösung für die Finanzierung erreichen“, sagte Brunzlow. Denn im vergangenen Jahr summierten sich die Kosten für die Stadt bereits auf mehr als
24  000 Euro.

„Wir mussten im vergangenen Herbst wegen der kalten Jahreszeit schnell handeln und eine Übergangslösung schaffen“, erläuterte Brunzlow das Vorgehen der Stadt. Denn die vorherigen Räume des Vereins in der Innenstadt waren dem Ansturm von bis 500 Gläubigen nicht mehr gewachsen. So mussten viele Muslime ihre Gebetsteppiche auf dem Bürgersteig ausrollen. Dagegen hatte die rechtspopulistische AfD protestiert.