Virtuelle Stadtpläne:

Potsdam wird digitalisiert

Wie viele Lebensmittelgeschäfte gibt es in einem Stadtviertel, wie ist das Preisniveau? Wie hoch ist dort der Energieverbrauch? Die Antworten darauf will ein Projekt mit Datensammlungen geben.

Die Karten sollen von den Einwohnern auch selbst gefüttert werden.
Ralf Hirschberger Die Karten sollen von den Einwohnern auch selbst gefüttert werden.

Forscher der Fachhochschule Potsdam wollen gemeinsam mit einem Kartenhersteller virtuelle Stadtpläne mit umfassenden Datensammlungen entwickeln. In dem am Montag eröffneten "Urban Complexity Lab" sollen digitale Karten erstellt werden, auf denen alle frei verfügbaren Informationen zu Stadtvierteln und anderen Gebieten sichtbar werden. "Dazu gehören etwa die Verkehrsströme, die Daten der Luftverschmutzung aber auch Informationen zu den sozialen und kulturellen Beziehungen der Bewohner in einem Kiez", erläuterte der Mitgründer des Labors, Professor Marian Dörk.

"Ich kann aber auch erkennen, wie hoch der Energieverbrauch oder das Müllaufkommen in meinem Viertel ist, wenn ich entsprechende Initiativen für Nachhaltigkeit starten will", sagte Dörk. Auch die Strukturen der Wirtschaft würden sichtbar. "Etwa, wie viele Lebensmittelgeschäfte oder andere Branchen sind dort vertreten und wie ist das Preisniveau?" Die Karten sollen auch von den Bewohnern selbst gefüttert werden. "Viele Bürger sammeln schon selbst Informationen zu ihrem Kiez und können diese zu den visualisierten Karten hinzufügen", erläuterte Dörk.

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