"Mercure"-Hotel droht der Abriss:

Potsdamer Stadtspitze will Bürgerbegehren kippen

Für die einen ist es ein Schandfleck, für die anderen ein wichtiger Teil Potsdams: Dem "Mercure"-Hotel droht der Abriss. Die bislang erfolgreiche Bürgerinitiative wackelt.

Das Hotel soll der "Wiese des Volkes" weichen.
Ralf Hirschberger Das Hotel soll der "Wiese des Volkes" weichen.

Mit einem Beschluss des Stadtparlaments soll das erfolgreiche Bürgerbegehren zum Erhalt der DDR-Architektur in Potsdams historischer Mitte gekippt werden. Über einen entsprechenden Antrag von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) entscheidet am Mittwoch (15 Uhr) die Statdtverordnetenversammlung. Aus Sicht der Stadtspitze ist das Bürgerbegehren rechtlich unzulässig und führe die Bürger in die Irre. Knapp 15 000 Potsdamer hatten in dem Bürgerbegehren für den Erhalt des ehemaligen Interhotels "Mercure", der Fachhochschule und eines Wohnblocks gestimmt.

Doch weder das geforderte Verkaufsverbot für die Gebäude noch der Verzicht auf den Einsatz von Fördermitteln führten zwangsläufig dazu, dass die Stadt auf den Abriss der Gebäude verzichten müsste, heißt es in dem Antrag von Jakobs. Allerdings will der Oberbürgermeister die Pläne zum Abriss des Hotels vorerst zurückstellen.

Vorspann

Die Stadtspitze unter Jakobs will den Plattenbau gegenüber vom wiedererrichteten Landtagsschloss langfristig abreißen – und an der Stelle den alten Lustgarten der preußischen Könige als "Wiese des Volkes" wieder herstellen. Ein erfolgreiches Bürgerbegehren gegen diese Pläne will Jakobs Mitte September für unzulässig erklären lassen.

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