Flecken auf den Feldern:

Raps-Schädlinge bereiten den Bauern Sorgen

Gelb blühende Rapsfelder erfreuen im Frühjahr viele Betrachter. Aber dieses Jahr stimmt etwas mit den Pflanzen nicht. Die Landwirte fürchten um ihre Ernte.

In der Mark wächst die Nutzpflanze auf fast 135 000 Hektar.
Patrick Pleul In der Mark wächst die Nutzpflanze auf fast 135 000 Hektar.

Brandenburger Bauern blicken dieser Tage mit großer Sorge auf ihre Rapsfelder. Im Landkreis Teltow-Fläming etwa leuchten zwar viele Blüten schon in sattem Gelb. Doch dazwischen gibt es dunkle Flecken. „Schädlinge haben das verursacht“, sagte Karsten Lorenz, zuständig für Acker- und Pflanzenbau beim Landesbauernverband. Sie greifen die Pflanzen an und lassen sie verkümmern.

Wegen befürchteter Auswirkungen auf Bienen war 2014 die Anwendung bestimmter, speziell schützender Mittel zur Behandlung des Saatgutes verboten worden. Somit konnte nach Angaben des Potsdamer Agrarministeriums im Herbst nur Raps ohne ausreichenden Schutz in den Boden gebracht werden. Zudem schädigten Tiere wie die Rapserdflöhe oder die Kohlfliegen teilweise erheblich die sich entwickelnden Pflanzen.

Bauern müssen Sprühmittel einsetzen

„In den aufgestellten Gelbschalen sehen wir das Ergebnis der fehlenden Behandlungen“, erklärte Lorenz. Es würden deutlich mehr Schädlinge als in den Vorjahren angelockt. Den Landwirten bleibe jetzt nur der Einsatz von Sprühmitteln. „Das verteuert den Ertrag“, so Lorenz.

Während der etwa vierwöchigen Blüte müssen die Pflanzen Kraft sammeln, damit sich die Schoten gut entwickeln können. „Auch Wasser ist jetzt wichtig“, erläuterte der Experte. Doch bislang habe es im Frühjahr viel zu wenig geregnet. Längere Trockenheit schwäche den Raps zusätzlich und fördere zudem den Pilzbefall. Der Ausgang der Ernte sei damit völlig offen.

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