Ermittlungen gegen zehn Verdächtige:

Razzia gegen verbotene Hells-Angels-Gruppierung

Eine kriminelle Gruppe von Rockern soll weiter aktiv gewesen sein. Das rief die Polizei auf den Plan.

Die Polizei stellt bei Aktionen gegen Mitglieder der Hells Angels immer wieder zahlreiche Waffen sicher.
Patrick Pleul Die Polizei stellt bei Aktionen gegen Mitglieder der Hells Angels immer wieder zahlreiche Waffen sicher.

Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern ist die Polizei am Dienstag gegen eine verbotene lokale Gruppierung der Hells Angels vorgegangen. In Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern seien 14 Wohnungen von insgesamt zehn Tatverdächtigen durchsucht worden, teilte das märkische Polizeipräsidium mit. Der Vorwurf von Staatsanwaltschaft und Polizei: Die vom Brandenburger Innenministerium 2013 verbotene lokale Organisation „Hells Angels MC Oder City“ sei in der Illegalität weiter betrieben worden.

Gegen sechs Uhr morgens standen die Beamten in Brandenburg unter anderem in Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt und Rüdersdorf bei Tatverdächtigen vor der Tür. Es wurden bei den Durchsuchungen zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Außerdem wurden Gegenstände beschlagnahmt, „die zwar in keiner Beziehung zu der Untersuchung stehen, aber auf die Verübung anderer Straftaten hindeuten“, teilte ein Polizeisprecher mit. Mehr als 80 Beamte waren an der Razzia beteiligt.

Das Verbot gegen das sogenannte „Charter Hells Angels MC Oder City“ erging in Zusammenhang mit heftigen Auseinandersetzungen und Revierkämpfen mit anderen Rockergruppierungen. Den Höhepunkt bildeten 2011 versuchte Tötungsdelikte in Königs Wusterhausen. Für eines dieser Kapitalverbrechen mussten sich Hells Angels vor dem Landgericht Potsdam verantworten.

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