Streichliste:

Regionale Güterbahnhöfe von Schließung bedroht

Grüne und Linke im Landtag kritisieren die Deutsche Bahn wegen geplanter Sparmaßnahmen. Auch die Uckermark ist betroffen.

Die Bahn will die Stationen wegen geringer Auslastung schließen.
Holger Hollemann Die Bahn will die Stationen wegen geringer Auslastung schließen.

Pläne der Deutschen Bahn, jeden dritten der 81 Güterbahnhöfe in Brandenburg zu schließen, sorgen bei Linken und Grünen im Potsdamer Landtag für Kritik. Die bislang bekannt gewordene Streichliste der Bahntochter DB Cargo mit insgesamt 27 Stationen sei für den Güterverkehr und die dort Beschäftigten ein herber Schlag, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Anita Tack, am Donnerstag in Potsdam. Ihr Grünen-Amtskollege Michael Jungclaus nannte die Pläne eine „Bankrotterklärung für den Güterverkehr auf der Schiene“. Die Landesregierung müsse hier entschieden gegenhalten, forderte der Grünen-Politiker.

Die Bahn will nach einem Bericht des Südwestrundfunks bundesweit 215 Güterbahnhöfe schließen, 27 davon in Brandenburg. In der Uckermark stehen die Güterbahnhöfe in Milmersdorf und Angermünde auf der Streichliste. Bei fünf weiteren Bahnhöfen sollen nach Angaben des SWR „die Bedienzeit und/oder -frequenz“ geändert werden. Vier Bahnhöfe wolle DB Cargo nur noch im „Sonderdienst, das heißt bei positiver Ressourcenprüfung“ anfahren. Dazu zählen auch Prenzlau West und Pinnow.

Eine Sprecherin der Bahn wollte am Donnerstag auf Anfrage keine Bahnhofsstandorte nennen. Die Liste sei noch nicht beschlossen.