NABU vor Gericht erfolgreich:

Richter verbieten Tötung von Bibern

Die Menschen im Oderbruch sehen den Hochwasserschutz durch die Nager in Gefahr. Vorgehen gegen die Tiere dürfen sie aber nicht.

Biber können große Schäden für die Landwirtschaft verursachen.
Patrick Pleul Biber können große Schäden für die Landwirtschaft verursachen.

Biber im Oderbruch dürfen weiterhin nicht getötet oder gefangen werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden. Damit wurde eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt (Oder) bestätigt, teilte eine Sprecherin mit. Der Landkreis Märkisch-Oderland hatte an mehr als 1000 Gewässerabschnitten das Töten und Fangen der Tiere erlaubt. Dagegen klagte der Naturschutzbund in Brandenburg (NABU) und beantragte Rechtsschutz – bislang mit Erfolg.

Die Verwaltungsrichter zweifelten, ob der Bescheid des Landkreises rechtmäßig ist. Angesichts des Schutzes, den der Biber genieße, sei eine Prüfung des Einzelfalles nötig. Dies werde in dem bisherigen „Sammelbescheid“ nicht genügend beachtet. Der NABU begrüßte die Entscheidung und will nun eine außergerichtliche Lösung auf Basis eines Sieben-Punkte-Plans von Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD).

„Der Plan ist der Blick in die richtige Richtung“, sagte Landrat Gernot Schmidt SPD). Er sei zu Gesprächen mit dem NABU bereit. Derzeit leidet insbesondere der Landkreis Märkisch-Oderland unter Aktivitäten der Biber. Die Tiere stauen Gewässer an, die so Felder überfluten. Zudem gefährden sie durch das Graben von Gängen die Stabilität von Deichen bei Hochwasser.

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