Schwerer Verkehrsunfall:

Sattelzug zerquetscht Limousine und tötet vier Menschen

Kurz vor Weihnachten mussten die Rettungskräfte zur Bundesstraße 1 bei Berlin. Ihnen bot sich ein schrecklicher Anblick.

Vier der fünf Insassen des Autos starben.
Christopher Harms Vier der fünf Insassen des Autos starben.

Bei einem schweren Verkehrsunfall mit einem Lkw sind auf der B1 zwei Tage vor Heiligabend vier Auto-Insassen getötet worden. Am Dienstagabend kam der Laster bei Heidekrug zwischen Hoppegarten und Müncheberg (Märkisch-Oderland) ins Schleudern, drehte sich und kippte um. Dabei begrub er ein in Richtung Berlin fahrendes Auto unter sich. "In dem Pkw waren fünf Insassen, wobei nur einer überlebt hat", sagte ein Polizeisprecher.

Der 60-jährige Autofahrer, sein 59-jähriger Beifahrer und zwei Frauen im Alter von 59 und 60 Jahren starben noch an der Unfallstelle. Ein fünfter Insasse (78) wurde im Auto eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite ihn schwer verletzt. Der 43 Jahre alte Lkw-Fahrer kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Nähere Angaben zu den Opfern - etwa, wo sie lebten, - gab es zunächst noch nicht.

Unfallursache unklar

Ungeklärt ist nach Angaben der Polizei in Potsdam vom Mittwoch, warum der Fahrer des mit einem Stahlcontainer beladenen Sattelzugs die Gewalt über sein Fahrzeug verloren hat. Er habe noch versucht, sein riesiges Gefährt wieder zurück auf die Fahrbahn zu steuern, sagte ein Polizeisprecher. Dabei hat er aber möglicherweise das Lenkrad verrissen.

Der Laster schoss deshalb über die Straße in die gegenüberliegende Böschung. Dort schleuderte der tonnenschwere Auflieger, drehte sich wie eine Sichel über den Asphalt und stürzte auf die entgegenkommende Limousine.

Einsatzkräfte und ein Kran-Unternehmen hoben den Lkw noch in der Nacht vom Auto und bargen die Opfer. Die ursprünglich für Mittwochmorgen geplante Räumung der Unfallstelle verzögerte sich. Bis zum Vormittag könnte es immer wieder zu Sperrungen der Bundesstraße kommen.

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