Nach Grabschändung:

Schädel von Regisseur Murnau bleibt verschwunden

Unbekannte hatten den einbalsamierten Kopf des Filmemachers vor vier Wochen aus einer Gruft auf dem Friedhof entwendet.

Murnaus Grabmal ist sehr repräsentativ gestaltet.
Ralf Hirschberger Murnaus Grabmal ist sehr repräsentativ gestaltet.

Von dem gestohlenen Schädel des Stummfilm-Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931) fehlt weiterhin jede Spur. Vonseiten der Polizei hieß es, sie könne während der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben machen. Die Kriminalpolizei Potsdam ermittelt in dem Fall wegen Störung der Totenruhe und wegen Diebstahls.

Unbekannte hatten den einbalsamierten Kopf Murnaus vor vier Wochen aus einem Zinksarg in einer Gruft auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf entwendet. Auf dem Friedhof ruhen Friedrich Wilhelm Murnau sowie seine Brüder Robert und Bernhard Plumpe in einer repräsentativen Grabstätte.

Leichnam soll künftig besser geschützt werden

Nach Angaben der Stahnsdorfer Friedhofsverwaltung soll Murnaus Leichnam künftig besser vor Schändung geschützt werden: Entweder werde der Eingang zur Gruft zugemauert oder Murnau im Erdreich bestattet. Eine Entscheidung darüber stehe noch aus.

Der Stummfilm-Regisseur war 1922 mit seinem Vampir-Film „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ berühmt geworden. Weitere bekannte Werke des Filmemachers, der das damals junge Medium mit seiner Kamera- und Montagearbeit revolutionierte, waren unter anderem „Der letzte Mann“ (1924) und „Faust – eine deutsche Volkssage“ (1926).

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