Bislang 540 000 Euro veranschlagt:

Schäden nach Manöver könnten höher ausfallen

Die Bundeswehr hat 2015 vor allem Kettenfahrzeuge verlegt und dabei öffentliche Straßen beschädigt. Die Kosten für Reparaturen sind wohl höher als bisher angenommen.

Mit Laufpolstern auf den Ketten, wie im Bild, hätten Straßenschäden vermieden werden können.
Rolf Vennenbernd Mit Laufpolstern auf den Ketten, wie im Bild, hätten Straßenschäden vermieden werden können.

Die bislang geschätzten Schäden von 540  000 Euro nach einem Bundeswehr-Manöver im vergangenen Jahr in Brandenburg steigen vermutlich weiter. Aufgrund des Winters seien noch nicht alle Arbeiten an Verkehrswegen ausgeschrieben und behoben worden, teilte die Landesregierung auf eine Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Andrea Johlige am Sonnabend mit. Konkrete Angaben zu den Kosten seien erst nach Abrechnung aller erforderlichen Maßnahmen möglich.

„Die Bundeswehr muss künftig andere Transportwege bei Truppenverlegungen nutzen“, betonte die Abgeordnete. Weitere Schäden an öffentlichen Straßen müssten vermieden werden. Im Juni 2015 waren etwa 180 Bundeswehr-Fahrzeuge durch das Land unterwegs, vor allem Panzer auf Ketten. Betroffen waren die A  9 und A  10, die Bundesstraßen 5 und 102 sowie die Landstraße 17. Durch die zuständigen Straßenmeistereien wurden nach den Angaben sofort die Schäden beseitigt, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigten, etwa herausgerissener Bitumen. Im November 2014 hatte die Bundeswehr bereits bei einem Verlegungsmarsch im Havelland Schäden von rund 100  000  Euro angerichtet.