Folgen des Hochwassers 2013:

Schäden sind noch lange nicht alle beseitigt

Die Überflutungen vor anderthalb Jahren hatten ernste Folgen. Wo es heute noch viel zu tun gibt.

Bei Straßen, die tagelang unter Wasser standen, ist eine Grundsanierung nötig.
Axel Heimken Bei Straßen, die tagelang unter Wasser standen, ist eine Grundsanierung nötig.

Nach dem Hochwasser von Elbe, Schwarzer Elster und Neiße im Sommer 2013 werden die Sanierungsarbeiten an Straßen, Deichen und Infrastrukturanlagen voraussichtlich noch drei Jahre dauern. Das sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider in Potsdam. Grund dafür sei vor allem der längere Planungsvorlauf bei solchen Arbeiten.

Insgesamt sei die Schadensregulierung nach dem Hochwasser aus Sicht der Ministerin aber „reibungslos“ verlaufen. „Es ist gelungen, den landwirtschaftlichen Betrieben unbürokratisch und schnell zu helfen“, so Schneider. „Auch viele Schäden an öffentlichen Gebäuden sind beseitigt.“

Reparaturen teurer als erwartet

Allerdings benötigt das Land zur Reparatur seiner Infrastruktur deutlich mehr Geld, als es ursprünglich angenommen wurde. Der einst veranschlagte Entschädigungsbedarf von
48 Millionen Euro sei mit den bislang bewilligten Projekten bereits um fünf Millionen Euro überschritten worden. Dagegen wurden von den für Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe veranschlagten 35 Millionen Euro nur rund zwei Drittel abgerufen: Brandenburgs Landwirte reichten lediglich 343 Anträge auf Schadensregulierung ein, die zusammen ein Volumen von etwa 20 Millionen Euro hatten. Noch weniger wurden Privatleute durch das Hochwasser geschädigt: Hier gingen nur zwölf Anträge ein, die zusammen ein Volumen von 800 000 Euro umfassten.

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