Finanzierung ungeklärt:

Schlösser-Sanierung noch in der Schwebe

Bis 2017 hat der Bund zugesagt, dem Land finanziell beim Unterhalt der Paläste aus der Preußen-Zeit zu helfen. Für die Zeit danach gibt es viele Fragen.

An den historischen Gebäuden – wie hier beim Schloss Babelsberg – sind immer wieder Instandsetzungsarbeiten notwendig. Die von Generaldirektor Hartmut Dorgerloh geleitete Stiftung braucht daher viel Geld.
Bernd Settnik An den historischen Gebäuden – wie hier beim Schloss Babelsberg – sind immer wieder Instandsetzungsarbeiten notwendig. Die von Generaldirektor Hartmut Dorgerloh geleitete Stiftung braucht daher viel Geld.

Die weitere Finanzierung der Sanierung und Instandhaltung der alten preußischen Schlösser und Gärten in Potsdam ist langfristig noch keineswegs gesichert. Zwar verhandelt die Brandenburger Landesregierung mit dem Bund über ein Investitionsprogramm in Höhe von insgesamt 400 Millionen Euro für den Erhalt und die notwendigen Reparaturarbeiten an den historischen Gebäuden und Gartenanlagen. Im Landtag jedoch stimmten die rot-roten Regierungsfraktionen von SPD und Linken am Freitag gegen einen Antrag der CDU-Opposition, dass Brandenburg einen Anteil von 130 Millionen Euro für die Jahre 2018 bis 2025 selbst übernimmt.

Über die Höhe der Beteiligung des Landes Brandenburg werde derzeit noch verhandelt, sagte die neue Kultur- und Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) und ließ sich nicht
in die Karten blicken. „Eine konkrete Festsetzung auf eine bestimmte Summe zu treffen, ist daher verfrüht und nicht im Sinne des Landes“, betonte die
SPD-Politikerin.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Anja Heinrich sagte hingegen zu dem Antrag, der Erhalt der Kulturschätze aus 300 Jahren Bautätigkeit sei eine „generationsübergreifende Aufgabe“. Daher müsse die Landesregierung die Verhandlungen schnell abschließen und die Mittel in den Haushalten für die kommenden Jahre bereitstellen.

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