Eine Million Euro Einnahmen:

Schon Tausende Karten für Bundesgartenschau verkauft

Die Pflanzenausstellung im Havelland erstreckt sich auf einer riesigen Fläche in zwei Ländern. Dem Interesse bei den Gartenfreunden scheint das keinen Abbruch zu tun.

Die Buga findet 2015 erstmals in zwei Bundesländern statt.
Ralf Hirschberger Die Buga findet 2015 erstmals in zwei Bundesländern statt.

Nur wenige Wochen vor Eröffnung der Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion am 18. April ist das Besucherinteresse groß. Im Vorverkauf seien rund 12 900 Dauerkarten und etwa 36 000 Tagestickets verkauft worden, sagte die Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel und Vorsitzende des Buga-Zweckverbandes, Dietlind Tiemann (CDU), am Mittwoch auf der Tourismusmesse ITB in Berlin. „Damit sind wir sehr zufrieden.“

Etwa zehn Prozent der bis Ende Oktober erwarteten rund 1,5 Millionen Besucher seien damit bereits sicher, so Tiemann. Die Schau findet erstmals in zwei Bundesländern statt: in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die fünf Orte Brandenburg/Havel, Premnitz, Rathenow, Stölln und Havelberg werden durch das etwa 80 Kilometer lange Band der Havel verbunden.

Das Wetter spielt eine wesentliche Rolle, denn eine Million Blumenzwiebeln warten auf ihren großen Auftritt. Nach Darstellung der Organisatoren läuft bisher alles nach Plan.

In Brandenburg war die Buga schon zweimal zu Gast

„Die Besucher werden Orte der Ruhe, der Naturromantik und Freiheit finden“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Brandenburg habe zwar bereits Buga-Erfahrungen: 1995 mit der Schau in Cottbus und 2001 in Potsdam. Doch diesmal seien die Herausforderungen größer mit Veranstaltungsorten in zwei Ländern. „Da fährt man nicht mal so schnell durch“, betonte Woidke. Zu Fuß, per Rad und mit dem Boot sei vieles entlang der Strecke zu entdecken.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hofft mit der Buga auf größere bundesweite Bekanntheit der Havelregion, ihrer Natur und Geschichte. „Unsere Botschaft an Berlin: Die Städte Havelberg und Brandenburg/Havel sind viel älter.“ Auch umliegende Regionen sollten profitieren.

Die Schau kostet insgesamt rund 70 Millionen Euro, unter anderem für Kassensysteme und Pflanzungen. Nach Angaben der Veranstalter konnten wie geplant bereits eine Million Euro an Einnahmen durch den Verkauf von Eintrittskarten erzielt werden.