Hoffnung für insolventen Orgelbauer:

Schuke hat wieder Aufträge

Die Orgeln waren ausgeliefert, doch die Kunden zahlten einfach nicht. Für kleine Firmen kann es das Aus bedeuten. Beim Orgelbauer Schuke füllen sich möglicherweise wieder die Kassen.

Schuke-Orgeln, wie diese im Doberaner Münster, werden weltweit geliefert. Nach ausgebliebenen Zahlungen von Kunden geriet die Firma mit Sitz in Werder in Schieflage.
Bernd Wüstneck Schuke-Orgeln, wie diese im Doberaner Münster, werden weltweit geliefert. Nach ausgebliebenen Zahlungen von Kunden geriet die Firma mit Sitz in Werder in Schieflage.

Der traditionsreiche insolvente Brandenburger Orgelbauer Schuke hat wieder Aufträge. Verschiedene Kunden hätten geplante Projekte vorgezogen, sagte der Potsdamer Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff am Freitag. Die Hoffnungsthaler Stiftung Lobetal plane den Neubau einer Orgel für rund 300 000 Euro. Eingegangen sei auch ein Auftrag für rund 700 000 Euro aus Russland. Der Vertrag sei aber noch nicht unterschrieben. Der Umfang liege bei rund 700 000 Euro. 

"Ich bin optimistisch, dass Schuke Mitte des Jahres wieder auf eigenen Füßen stehen wird", sagte Brockdorff. "Die Auftragsbücher sind gut gefüllt." Nach ausgebliebenen Zahlungen für Orgeln in Russland und der Ukraine war das Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten. Am 1. Dezember war das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Potsdam eröffnet worden.