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Schwere Vorwürfe gegen Umweltaktivisten

Der Energiekonzern Vattenfall wirft den Demonstranten vom Wochenende schwere Sachbeschädigungen und die Gefährdung von Menschenleben vor.

Die Kohlegegner haben unter anderem Bahngleise beschädigt.
Patrick Pleul Die Kohlegegner haben unter anderem Bahngleise beschädigt.

Braunkohlegegner haben im Tagebau in der Lausitz nach Darstellung des Betreibers Vattenfall eine „Spur der Verwüstung“ hinterlassen. Der Energiekonzern erhob schwere Vorwürfe gegen die Aktivisten. Diese hätten mehrere Vorrichtungen an den Gleisen der Kohlebahn angebracht, um eine Zugentgleisung herbeizuführen, wie ein Sprecher mitteilte.

Wer dies begangen habe, habe „billigend in Kauf genommen, dass Menschenleben gefährdet werden“, hieß es bei Vattenfall. „Ebenso wurden Signalanlagen manipuliert und eine Bombenattrappe versteckt.“ Tausende hatten über die Pfingsttage in der Lausitz für den raschen Ausstieg aus der Kohle protestiert. Unter anderem wurden der Tagebau Welzow-Süd besetzt und der Nachschub für ein Kraftwerk blockiert.

Bei Rangierarbeiten nach dem Ende der Aktion sei eine Lok kurzzeitig entgleist, so der Sprecher. Die Lok konnte demnach nur deswegen wieder auf den Schienen zum Stehen kommen, weil sie langsam gefahren sei. Damit nicht genug: „Ein Zugzusammenstoß wegen manipulierter Signalanlagen konnte dank erhöhter Aufmerksamkeit verhindert werden.“