Kritik an Personalplanung:

Schwerer Start für möglichen Polizeipräsidenten

Arne Feuring geriet als Polizeipräsident heftig unter Druck. Der Grund: die angeblich manipulierte Kriminalstatistik. Sein möglicher Nachfolger ist noch nicht einmal im Amt bestätigt, da wird auch er schon kritisiert.

Hans-Jürgen Mörke gilt als Favorit für den Posten des Polizeipräsidenten.
Nestor Bachmann Hans-Jürgen Mörke gilt als Favorit für den Posten des Polizeipräsidenten.

Die geplante Ernennung von Hans-Jürgen Mörke zum neuen Polizeipräsidenten in Brandenburg sorgt bei den oppositionellen Landtagsfraktionen für Kritik. „Ein Neuanfang sieht anders aus“, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU, Björn Lakenmacher, am Sonnabend. „Wir hätten uns eine externe Berufung gewünscht“, meinte seine Kollegin von den Grünen, Ursula Nonnemacher. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte, dass die Personalangelegenheit am Dienstag im rot-roten Kabinett beraten werde. Den Namen wollte er nicht kommentieren.

Mörke gilt jedoch seit Langem als Favorit. Er hatte das Amt kommissarisch übernommen, als der frühere Polizeipräsident Arne Feuring im vergangenen Herbst als Innenstaatssekretär in die Regierung wechselte.

 

Feuring war erheblich unter Druck geraten, weil während seiner Zeit an der Spitze der Polizei in mehreren Direktionen für die Statistik Serientaten zu einem Fall zusammengefasst worden waren. Auch wegen womöglich einseitiger Ermittlungen im Maskenmann-Fall war Feuring kritisiert worden. Chefermittler in dem Entführungsfall war indes Mörke. Er gilt er als langjähriger enger Vertrauter Feurings.

„Mit ihm würde jemand aus dem bisherigen Führungszirkel und vor allem aus dem Dunstkreis desjenigen den Posten erhalten, der die Misere um die manipulierte Polizeistatistik zu verantworten hat“, kritisierte Nonnemacher.