Ganz fiese Masche:

Seniorin um 20 000 Euro betrogen

Zwei Gauner haben eine 87-Jährige mit dem sogenannten Enkeltrick reingelegt. Die Betrüger sind dabei besonders dreist vorgegangen und nutzen die Rentnerin schamlos aus.

Die Anrufer wollten das Vertrauen ihres Opfers gewinnen, indem die Geldübergabe an einen angeblichen Notar erfolgen sollte. Leider waren sie erfolgreich.
Jan-Philipp Strobel Die Anrufer wollten das Vertrauen ihres Opfers gewinnen, indem die Geldübergabe an einen angeblichen Notar erfolgen sollte. Leider waren sie erfolgreich.

Sie hat es nur gut gemeint. Doch ihr Wohlwollen kam eine 87 Jahre alte Frau aus Fredersdorf-Vogelsdorf teuer zu stehen. Denn trotz vieler Warnungen vor Betrügern, die mit dem sogenannten Enkeltrick Geld abzocken wollen, fiel die Seniorin genau darauf herein. Und dabei sogar auf eine besonders perfide Masche.

Wie es von der Polizei am Freitag hieß, wurde die Frau am Mittwoch angerufen. Die angebliche Freundin ihres Enkel meldete sich. Dann übergab die Anruferin den Hörer an einen unbekannten Mann, den die 87-Jährige prompt mit „Olli“ ansprach. Das kam ihm gelegen, offenbar mit dem Namen ihre Enkels. Er behauptete kurzfristig 20  000  Euro zu benötigen. Da die Banken bereits geschlossen hatten, wurde die Geldbeschaffung auf Donnerstag verschoben.

Geld einfach auf der Straße übergeben

Doch anstatt – um auf Nummer sicher zu gehen – ihren echten Enkel anzurufen, setzte sich die Seniorin in ein Taxi, fuhr zur Bank und hob die Summe ab. Dann erhielt sie den zweiten Anruf ihres Enkels. Er bat sie, die 20  000  Euro in einen Umschlag zu stecken, so die Polizei. Eine Frau Maier von einem Notariat würde bei ihr vorbeikommen und das Geld abholen. Auf der Straße übergab die 87-Jährige den Umschlag samt Geld an eine fremde Frau, die sich mit „Maier“ vorstellte.

Später rief sie ihren Enkel, den echten Olli, an, um zu fragen, ob er das Geld erhalten hatte. An seiner Reaktion erkannte sie erst, dass sie betrogen wurde. Nun ermittelt die Kriminalpolizei.