Fiese Masche:

Seniorin verliert tausende Euro an Betrüger

Sie habe hunderttausende Euro gewonnen: So wurde eine 85-Jährige geködert, 900 Euro „Gewinnsteuer“ zu zahlen. Sie schickte ein Paket mit dem Geld. Doch damit gab sich der Gauner nicht zufrieden – und nahm die Dame aus.

Fast 9000 Euro hat die Frau bereits bezahlt. Ohne einige Helfer hätte sie mindestens 14 000 Euro mehr verloren.
Siewert Falko Fast 9000 Euro hat die Frau bereits bezahlt. Ohne einige Helfer hätte sie mindestens 14 000 Euro mehr verloren.

Fast 9000 Euro haben Betrüger bereits von einer 85-Jährigen erbeutet. Einem Bankmitarbeiter ist es nun zu verdanken, dass die Seniorin aus Luckenwalde nicht deutlich mehr Geld verloren hat. Wie es am Donnerstag von der Polizei hieß, hob die Frau am Mittwoch 10  000  Euro bei ihrer Bank ab. Ein Mitarbeiter wurde stutzig und fragte, wofür das Geld sei. Die Nichte in der Türkei solle es bekommen, sagte die Seniorin. Der Bankangestellte bleib misstrauisch und verständigte die Polizei – zum Glück für die Seniorin.

Bei der Befragung durch die Beamten stellte sich heraus, dass die Rentnerin gar keine Nichte in der Türkei hat. Dafür bekam die 85-Jährige bereits im September von dort einen Anruf mit der Mitteilung, dass sie 400  000  Euro bei einem Gewinnspiel gewonnen habe, räumte die Frau ein. Um das Geld zu erhalten, müsse sie nur eine angebliche „Gewinnsteuer“ in Höhe von 900 Euro mit einem Paket in die Türkei schicken, wurde der 85-Jährigen mitgeteilt. Sie schickte tatsächlich das Geld per Paket in die Türkei.

Mehrere Pakete mit Geld verschickt

Der Betrüger wurde anschließend scheinbar gierig und forderte bei einem zweiten Anruf weitere 8000 Euro „Gewinnsteuer“ von der Frau. Die Seniorin schickte auch diese Summe in die Türkei – wieder per Paket. Es folgte eine weitere Geldforderung durch den Betrüger, wieder kam die Seniorin dieser nach. Die Geldsendung in Höhe von 4000 Euro fiel dem Versandunternehmen jedoch auf, das Paket wurde postwendend an die Seniorin zurückgeschickt, berichtete die Polizei.

Eine zusätzliche Überweisung mittels eines internationalen Geldtransferunternehmens an den Betrüger über mehrere tausend Euro schlug zum Glück für die 85-Jährige ebenfalls fehl. Dank dem Bankmitarbeiter konnte die Frau jetzt davor bewahrt werden, auch noch die nun geforderten 10 000  Euro per Paket in die Türkei zu schicken.

Die Kriminalpolizei ermittelt in allen Fällen und warnt davor, solche „Gewinnsteuern“ zu bezahlen, beziehungsweise auf Geldforderungen einzugehen.

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