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Serverpanne legt bundesweit Jobcenter lahm

Es war eine riesige Technikpanne. In den Arbeitsagenturen war durch den Ausfall der zentralen Datenbank nicht an einen normalen Alltag zu denken.

Die Betreuer der Arbeitsuchenden waren auf Handarbeit angewiesen. Per Computer ging nichts mehr.
Ole Spata Die Betreuer der Arbeitsuchenden waren auf Handarbeit angewiesen. Per Computer ging nichts mehr.

Weder Kundendaten, E-Mails oder Stellenangebote waren abrufbar. Auch die Webseite war nicht erreichbar. Nichts ging mehr. Ein technischer Totalausfall. Probleme im zentralen IT-Netz der Bundesagentur für Arbeit (BA) legten am Montag den Hauptserver in Nürnberg und somit bundesweit alle Arbeitsagenturen und Jobcenter lahm.

„Die Kolleginnen und Kollegen in allen Dienststellen haben keinen Zugriff auf die Software, die zentral läuft“, bestätigte eine Sprecherin der Nürnberger Behörde. In den Dienststellen in Brandenburg wurde aber deshalb nicht weniger gemacht. „Die Kollegen schreiben es alles per Hand auf und tragen es dann später in den Computer ein“, sagte Olaf Möller, Pressesprecher der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg dem Uckermark Kurier. Für die Kunden werde kein Nachteil entstehen. „Das nehmen die Leute auch positiv wahr, dass nicht gleich alles hier zusammenbricht“, erklärte der Pressesprecher.

Arbeitsuchende sollten Termine einhalten

Auch wenn die Medien von einer solchen Störung wie dem Serverausfall berichten, sei es auf jeden Fall ratsam, sich an Termine zu halten. Schließlich müssen Fristen eingehalten werden, um keine Sanktionen wie zum Beispiel Kürzungen zu bekommen. Kunden, die sich Sorgen um ihre Daten machen, müssen übrigens nichts befürchten. „Die sind alle gesichert und nicht an die Software gebunden“, sagte Möller.

Grund für die Probleme sei eine Softwareaktualisierung am Sonntag gewesen. Die Updates seien nichts Ungewöhnliches. Drei-, viermal im Jahr gibt es solche Aktualisierungen. Da werden zum Beispiel neue Gesetze ins Programm eingearbeitet. Meist passiert das an Wochenenden, damit das Tagesgeschäft nicht beeinträchtigt wird. Es wurde am Montag mit Hochdruck in Nürnberg daran gearbeitet, dass die Störung behoben wird. „Wir werden schrittweise wieder erreichbar sein, wann genau kann ich aber nicht sagen“, so Olaf Möller.