Pfeifen-Freunde ermitteln die Besten:

Sieger muss am langsamsten rauchen

Bei den Meisterschaften im Langzeit-Rauchen können Sekunden entscheidend sein. In Brandenburg gibt es einige besonders gemächliche Pfeifenfreunde.

Der Pipe-Club-Wriezen nimmt regelmäßig an Wettkämpfen im „Pfeifelangsamrauchen“ teil.
Patrick Pleul Der Pipe-Club-Wriezen nimmt regelmäßig an Wettkämpfen im „Pfeifelangsamrauchen“ teil.

Wenn die elf Pipenfreunde aus Wriezen (Märkisch-Oderland) sich ihre Pfeifen anstecken, lassen sie sich viel Zeit. „Pfeiferauchen ist ein Genuss“, sagt Nico Brennecke. Das ist nur die halbe Wahrheit. Denn der 34-Jährige ist amtierender ostdeutscher Meister im Pfeife-Langzeit-Rauchen. Auch das ist noch keine große Kunst, denn in den fünf neuen Bundesländern gibt es nur drei Clubs, die auf diesem Gebiet wetteifern. Doch die Wriezener Pipenfreunde haben mit Nils Nestler einen jungen Mann in der Truppe, der bereits fünfmal deutscher Meister geworden ist.

Sich sein Pfeifchen anzuzünden und mit drei Gramm Tabak über Stunden zu rauchen, scheint dann wohl doch eine Kunst. „Der aktuelle Weltrekord steht bei drei Stunden und 33 Minuten“, sagt der 33 Jahre alte Nestler. Er möchte sich bei den Deutschen Meisterschaften, die am 10. September in Bremen unter mehr als 100 Pfeifenrauchern ausgetragen werden, seinen Titel zurückholen.

"Pfeiferauchen strahlt immer etwas Gemütliches aus"

Damit die Wriezener gut abschneiden, trainieren sie gemeinsam einmal im Monat – unter Wettkampfbedingungen, wie Nestler und Brennecke betonen. Dazu treffen sie sich im Wriezener Hafen an der idyllischen Alten Oder und paffen gemeinsam in den Abendhimmel.

Angesteckt worden ist Brennecke vor vier Jahren von seinem Vater Eckhard, Clubchef der Pipenfreunde. Und der raucht Pfeife, solange der Sohn sich erinnern kann. „Pfeiferauchen strahlt immer etwas Gemütliches aus und man tut es in Gesellschaft“, sagt der Junior.

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