BER:

Siemens soll Brandschutz gewährleisten

Es ist die schwierigste Baustelle am neuen Hauptstadtflughafen: der Brandschutz des Terminals. Nun wird die riesige Anlage noch mal teilweise umgebaut.

Die Brandschutzanlage am BER sorgt immer noch für Probleme.
Berthold Stadler/Piratenfraktion Die Brandschutzanlage am BER sorgt immer noch für Probleme.

Am BER beginnt ein neuer Versuch, die hochkomplexe Brandschutzanlage in den Griff zu bekommen. Die Betreiber und Siemens unterzeichneten einen Vertrag, nach dem der Münchner Konzern den kritischen Teil der Anlage im Terminal umbaut. Siemens soll endlich dafür sorgen, dass die Frischluft im Brandfall besser nachströmt. Tests hatten ergeben, dass die Steuerung der Brandschutztüren dafür bislang nicht ausreicht.

„Die Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Realisierung des BER“, teilte Flughafenchef Hartmut Mehdorn mit. Wann Siemens mit der Arbeit beginnt und wie lange sie dauert, ist aber noch offen. Zunächst müssen andere Firmen ermitteln, wie viele Entrauchungskanäle und -klappen umgebaut werden müssen. Anschließend lässt der Flughafen neue Pläne erstellen. Siemens erhält für die Zusatzaufgabe einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Als Fachleute bei Tests im Terminal künstlichen Rauch absaugten, hatte sich gezeigt, dass die Luft nicht so nachströmt, wie sie sollte. Sie verwirbelte mit dem Rauch. Der Flughafen sieht die Ursache darin, dass die Brandschutztüren sich nur ganz öffnen oder schließen – damit sich ein Feuer nicht ausbreiten kann. So hatte der Technikkonzern Bosch, der die Brandmeldeanlage baute, die Türen auftragsgemäß konzipiert.

Nun soll Siemens dafür sorgen, dass die Türen von der Entrauchungsanlage gesteuert werden und auch das Nachströmen von Frischluft unterstützen. Dafür müssen Kabel zu Frischluftklappen, Rauchschutzvorhängen und Fenstern neu verlegt werden.

Wegen der Probleme beim Brandschutz war die Eröffnung des Flughafens im vergangenen Jahr kurzfristig abgesagt worden. Anschließend kamen zahlreiche weitere Planungsfehler und Baumängel ans Licht.

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