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Slawen-Einbaum absolviert Probefahrten

Einbäume gibt es seit der Steinzeit. Jetzt wurde ein Nachbau erfolgreich zu Wasser gelassen. Dabei war Prominenz vertreten.

Der Einbaum wurde am Wochenende getauft und zu Wasser gelassen.
Bernd Settnik Der Einbaum wurde am Wochenende getauft und zu Wasser gelassen.

Der Nachbau eines mehr als 900 Jahre alten slawischen Einbaums hat seine Bewährungsprobe bestanden: Unter fachkundiger Anleitung der mehrfachen Olympiasiegerin Birgit Fischer wurde das Kanu in Brandenburg/Havel am Samstag zu Wasser gelassen. „Das Neun-Meter-Boot, das wir auf den Namen 'Hodika' getauft haben, lag sehr gut in seinem Element und hat bei Probefahrten seine Klasse nachgewiesen“, erklärte der Chef des Archäologischen Landesmuseums, Franz Schopper.

Einbäume sind seit der Steinzeit in Gebrauch. Das „Hodika“-Vorbild wurde 1936 in einem Sumpfgelände bei Ziesar (Potsdam-Mittelmark) gefunden und stammt Untersuchungen zufolge aus dem Jahr 1100. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde das Kanu im Archäotechnischen Zentrum in Welzow (Spree-Neiße) aus einem zwölf Meter langen Eichenstamm geschnitten. Dabei ging es unter anderem darum, die historischen Fertigungstechniken zu studieren, erklärte Schopper. Der Nachbau wird nach Abschluss der Tests in Ziesar ausgestellt.