Nach langsamen Start:

Spargelsaison mit Preisrekord

Nach einem Ertragseinbruch im Vorjahr fällt die Spargel-Ernte in Brandenburg 2016 wieder gut aus. Experten sprechen trotzdem von einer untypischen Saison. Das merken vor allem die Verbraucher.

Durch den kalten April blieb das Angebot hinter der Nachfrage zurück. Das sorgte für einen Aufschwung bei den Preisen.
Bernd Settnik Durch den kalten April blieb das Angebot hinter der Nachfrage zurück. Das sorgte für einen Aufschwung bei den Preisen.

Kurz vor Ende der Saison ziehen Brandenburgs Bauern mit der diesjährigen Spargel-Ernte eine weitgehend positive Bilanz. "Es war insgesamt zufriedenstellend, wenn auch nicht überragend", sagt beispielsweise der Beelitzer Spargelbauer Jürgen Jakobs. Nach einem Einbruch im letzten Jahr hätten sich die Erträge in diesem Jahr wieder normalisiert. "2014 war das beste Jahr der letzten zehn Jahre, 2015 das schlechteste. Jetzt sind wir wieder im Mittelfeld", so Jakobs. Durch den kalten April blieb das Angebot bis Mitte Mai deutlich hinter der Nachfrage zurück. "Man kann sagen, dass wir gegen Pfingsten einen zweiten Saisonstart hatten und die Spargel-Ernte erst dann richtig durchgestartet ist", sagte der Geschäftsführer des Brandenburger Gartenbauverbands, Andreas Jende.

Nach vorläufigen Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zahlten Verbraucher von April bis Mitte Juni im Schnitt 7,30 Euro für ein Kilo weißen Spargel aus Deutschland – ein Anstieg von 9 Prozent im Vergleich zu 6,69 Euro pro Kilo im gleichen Zeitraum im letzten Jahr. Nach einem anfänglichen Boom sackten Preis und Nachfrage zum Juni hin jedoch ab. Offiziell endet die Spargelsaison mit dem Johannistag am 24. Juni.

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