Berichte über Ammen-Dornfinger:

Spinnen-Experten warnen vor Panikmache

Sie soll bissig und gefährlich sein: Eine angeblich neue Spinnenart sorgt in Brandenburg und Berlin für Wirbel. Dabei lebt sie seit Langem auch anderswo in Deutschland. Was ist wahre Geschichte und was ein Ammenmärchen?

Ein Ammen-Dornfinger krabbelt durch Brandenburg. Die Tierchen sind hier schon seit Jahren daheim.
Patrick Pleul Ein Ammen-Dornfinger krabbelt durch Brandenburg. Die Tierchen sind hier schon seit Jahren daheim.

Zugegeben, sie sehen nicht gerade freundlich aus. Ammen-Dornfinger-Spinnen haben im Vergleich zu vielen anderen Spinnen hierzulande gut sichtbare Kieferklauen und ein Teil ihres Körpers leuchtet in den Warnfarben Rot und Orange. An Berichten über ihre Bisse kommen vor allem Brandenburger seit Kurzem kaum vorbei.

In den sozialen Medien gehen die meist mit der Spinne bebilderten Warnungen um: Seid vorsichtig beim Laufen und Entspannen im Gras, heißt es da zum Beispiel. Denn der Ammen-Dornfinger beiße selbst durch Jeans hindurch, er sei gefährlich und ganz stark auf dem Vormarsch.

Biss schmerzt, mehr nicht

In der Mark ist der Ammen-Dornfinger Naturschützern zufolge schon weitaus länger zu Hause: Seit den 1950ern breite er sich aus, twitterte der Brandenburger Nabu nun über den „schüchternen Wandersburschen“.

Beim Vorbeigehen in hohem Gras gebissen zu werden, halten Experten für ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Und selbst wenn: „Dann tut das weh, der Finger wird dick und in zwei Tagen ist es wieder vorbei“, sagte Kielhorn. Nur in Ausnahmen reagieren Menschen heftiger, etwa mit Kreislaufproblemen. Andere Insekten stechen weitaus öfter zu.

 

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