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Spinner breiten sich aus

Der Eichenprozessionsspinner kann bei Berührung schlimme Reaktionen bei Menschen auslösen. Das Agrarministerium bekämpft ihn zwar, doch dabei gibt es Probleme.

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners: Finger weg, die Haare geben ein Gift ab.
Patrick Pleul Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners: Finger weg, die Haare geben ein Gift ab.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Brandenburg weiter in Richtung Süden und Südosten aus. Das sagte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Mittwoch im Landwirtschaftsausschuss des Potsdamer Landtags. Die Bekämpfung der Tiere sei in diesem sehr effektiv gewesen. „In den Hauptbefallsgebieten zieht sich die Population zurück.“ Er habe ein großes Interesse, dass die Bekämpfung des Schädlings auch 2016 sichergestellt werde. 2015 seien dafür 1,3 Millionen Euro ausgegeben worden.

In Brandenburg haben die Tiere nach Angaben des Referatsleiters im Ministerium Carsten Leßner allerdings noch keine natürlichen Feinde. Die hiesigen Schlupfwespen hätten „das Beutespektrum Eichenprozessionsspinnerraupe noch nicht entdeckt.“ Problematisch für die Bekämpfung der Schmetterlingsraupe könnte nach Angaben Leßners aber das Auslaufen der Biozidzulassung für das Mittel Dippel ES im kommenden Jahr sein. Dort sei man aber mit den zuständigen Stellen in Berlin im Gespräch.

Die Haare der Eichenprozessionsspinner setzen das Nesselgift Thaumetopoein frei. Es kann heftigen Juckreiz, in schlimmen Fällen sogar Nesselsucht und einen anaphylaktischen Schock auslösen.