Drei Täter geflohen:

Sprengstoff-Anschlag auf Bankfiliale

Die Serie von gefährlichen Angriffen auf Kreditinstitute in Brandenburg reißt nicht ab. Im Spreewald wurde wieder ein Gebäude von unbekannten Tätern schwer zerstört.

Das Dach wurde angehoben, eine Wand fiel zusammen. Menschen wurden nicht verletzt.
Bernd Settnik Das Dach wurde angehoben, eine Wand fiel zusammen. Menschen wurden nicht verletzt.

Drei Männer haben in der Nacht zum Donnerstag in Groß Leuthen (Dahme-Spreewald) den Eingangsbereich einer Genossenschaftsbank gesprengt. Der Vorraum der Bank in einem Gewerbehaus wurde stark zerstört. Das Gebäude sei aber nicht einsturzgefährdet, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Süd, Torsten Wendt. Durch die Explosion wurde das Dach des Hauses angehoben. Eine Wand sei eingestürzt. Verletzt wurde niemand.

Ob die Täter in das Gebäude gelangt sind und Geld erbeutet haben sei noch unklar, sagte Wendt. Spezialisten des Landeskriminalamts hätten am Morgen mit der Spurensicherung begonnen. Die Polizei sei am frühen Morgen gegen 2.20 Uhr von einem Anwohner alarmiert worden, berichtete der Sprecher. Der Augenzeuge habe drei Männer in einem Auto flüchten sehen.

In den vergangenen Monaten sind in Brandenburg immer wieder Geldautomaten gesprengt worden. Dabei kam es teilweise zu hohen Sachschäden. So hatten unbekannte Täter Ende Juni den Geldautomaten einer Bank in Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) gesprengt und dabei einen angrenzenden Supermarkt komplett zerstört. Teilweise stürzte das Dach des Marktes ein. Anfang Juni wurde in Vehlefanz (Oberhavel) ein Bankautomat gesprengt und das Gebäude schwer beschädigt. Wie in Altdöbern lag der Tatort in der Nähe einer Autobahn, was den Tätern eine rasche Flucht ermöglichte.

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