Tanken:

Sprit-Diebe schlagen immer häufiger zu

Sie klauen oft und sind schwer zu fassen: Kraftstoff-Diebe und Tankbetrüger richten in Brandenburg große Schäden an. Eine Stadt in der Uckermark ist besonders betroffen.

Hohe Preise beim Tanken steigern offenbar die Versuchung für Diebe und Betrüger.
             
Andreas Gebert Hohe Preise beim Tanken steigern offenbar die Versuchung für Diebe und Betrüger.  

Kraftstoff-Diebe sind in Brandenburg immer häufiger aktiv. Wie das Polizeipräsidium in Potsdam mitteilte, wurden 2012 insgesamt 2409 Übergriffe gemeldet – zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Schaden wird mit rund 1,7 Millionen Euro angegeben. In 80 Prozent der Fälle hatten es die Langfinger auf Dieselkraftstoff abgesehen.

Eine ähnliche Entwicklung verzeichnet die Polizei beim Tankbetrug. 2012 wurden knapp 3800 Fälle registriert. In der Uckermark wurden 93 Fälle bei der Polizei angezeigt. 2010 waren es „nur“ 66. In diesem Jahr wird sich der Trend fortsetzen, vermutet Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Bereits in der ersten Jahreshälfte gab es 70 Anzeigen (der Uckermark Kurier berichtete).

In Brandenburg richteten die Täter insgesamt einen Schaden von rund 308 000 Euro an, 72 000 Euro mehr als 2011. Da die Betrüger oft mit gestohlenen Kennzeichen agieren, ist die Aufklärung sehr schwierig. Noch viel schwerer ist es, Kraftstoff-Dieben auf die Schliche zu kommen: Sie gehen meist in der Dunkelheit oder an abgelegenen Orten auf Beutezug, und das Abzapfen erfolgt ziemlich schnell.

Benzindiebe schlugen nach Polizeiangaben besonders häufig in Eberswalde, Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Schwedt (Oder) zu. Schwerpunkte hier sind vor allem Baustellen, Firmengelände, Autobahn-Raststätten und Parkplätze im Stadtgebiet. Tankbetrüger suchen sich besonders häufig Tankstellen in Autobahnnähe aus.

Da Kraftstoffpreise weiterhin hoch sind, rechnet die Polizei mit einer Verschärfung der Situation.

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