Schwedter Unternehmen bestohlen:

Spritdiebe bohren Pipeline an

Aus einer Rohrleitung der PCK-Raffinerie wird massenhaft Benzin abgezapft. Der Schaden geht in die Hunderttausende.

Eine Leitung der PCK-Raffinerie ist angezapft worden.
Patrick Pleul Eine Leitung der PCK-Raffinerie ist angezapft worden.

Benzindiebe haben im nördlichen Oderbruch eine Pipeline angebohrt und in großen Mengen Kraftstoff gestohlen. Der Raffinerie PCK Schwedt (Uckermark) sei ein Schaden von über einer halben Million Euro entstanden, sagte Unternehmenssprecherin Vica Fajnor.

Wie viel Benzin dabei durch das Leck auch auf ein Feld geflossen ist, sei noch nicht klar. Der Diebstahl war durch Druckabfall in der Leitung bemerkt worden. Die Polizei ermittelt. Der Vorfall habe sich bereits Anfang Oktober bei Heckelberg (Märkisch-Oderland) ereignet, sagte die PCK-Sprecherin.

Eine Spezialfirma tausche den Boden an der Diebstahlstelle aus. Das betreffe rund 5000 Kubikmeter Erde, wovon aber nur ein Fünftel belastet sei. Es sei „Glück im Unglück“ gewesen, so Fajnor, dass unter der Pipeline eine Lehmschicht verlaufe. Ins Grundwasser sei kein Kraftstoff gelangt, sagte ein Sprecher des Landkreises.

So etwas sei dem Unternehmen zum ersten Mal passiert, sagte die PCK-Sprecherin. Es sei kaum fassbar, dass jemand so leichtfertig die Umwelt aufs Spiel setzte. Die Firma will nun prüfen, wie die Leitung besser überwacht werden kann.

Eine heiße Spur gebe es noch nicht, sagte eine Polizeisprecherin. Im Fokus stehe eine am Tatort gefundene Schubkarre, die auffällig beschriftet sei.