83-Jährige tragisch verunglückt:

Staatsanwaltschaft ermittelt nach tödlichem Sturz in Gully

Eine Rentnerin in Potsdam ist nach einem Sturz in einen fünf Meter tiefen Schacht gestorben. Ob Sicherheitsvorschriften missachtet wurden, will nun die Justiz prüfen.

Die Staatsanwaltschaft will den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen.
Robert Schlesinger Die Staatsanwaltschaft will den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen.

Nach dem tödlichen Sturz einer 83 Jahre alten Rentnerin in einen Gully-Schacht in Potsdam hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Es sei zunächst ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden. „Wir müssen erst einmal sehen, welche Sicherheitsvorschriften einzuhalten waren, welche eingehalten wurden und wie sich der genaue Hergang abgespielt hat“, teilte Justizsprecher Christoph Lange am Freitag mit.

Nach Angaben der Polizei wollte die 83-Jährige Frau am Donnerstag in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Straße überqueren und trat deshalb ein kleines Stück zurück. Dabei geriet sie mit ihrem Rollator ins Straucheln, verlor dadurch den Halt und stürzte knapp fünf Meter in den offenen Schacht. Dort liefen zur Unfallzeit Kanalarbeiten. Ein alarmierter Notarzt konnte anschließend nur noch den Tod der alten Frau feststellen.

Nach Angaben der Stadtwerke hatten Mitarbeiter in dem Schacht Reinigungsarbeiten in der Kanalisation vorbereitet. Nach ersten Erkenntnissen habe es keine Schuld der Mitarbeiter gegeben, teilten die Stadtwerke mit. Die Kanalarbeiter hätten durch den tragischen Unfall einen Schock erlitten und würden deshalb nun medizinisch und seelsorgerisch betreut.

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