Verdacht der Volksverhetzung:

Staatsschutz ermittelt gegen Pogida-Organisator

Christian Müller wurde nach der islamfeindlichen Kundgebung in Potsdam angezeigt. Der Vorwurf: Volksverhetzung. Deswegen ist er bereits vorbestraft, wie er zugab.

Christian Müller am Mittwoch bei einer Demonstration in Potsdam.
Ralf Hirschberger Christian Müller am Mittwoch bei einer Demonstration in Potsdam.

Nach der islamfeindlichen Pogida-Demonstration in Potdam am vergangenen Mittwoch ermittelt der Staatsschutz gegen den Organisator Christian Müller wegen Volksverhetzung. In der Nacht zu Donnerstag sei über das Internet eine entsprechende Anzeige eingegangen, bestätigte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Rudi Sonntag, am Freitag Berichte der "Märkischen Allgemeinen" und der "Potsdamer Neuesten Nachrichten".

Müller soll wegen der Asylpolitik der Bundesregierung "ein Nürnberg 2.0" gefordert haben, "wo die Volksverräter und Verbrecher wieder mal vorgeführt und abgeurteilt werden." Dies ist auf Mitschnitten dokumentiert. Die Ergebnisse der Ermittlungen würden der Staatsanwaltschaft Potsdam übergeben, die über das weitere Verfahren entscheide, sagte Sonntag. Müller hatte am Rande der Kundgebung am Mittwoch eingeräumt, dass er bereits wegen Volksverhetzung vorbestraft sei. "Volksverhetzung stimmt insofern, dass ich früher im Kinderheim war und dort mal solche Musik abgespielt wurde. Außerdem war ich auch mal in der rechten Szene etabliert", sagte er.

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