Serie von Brandstiftungen:

Stadt hat Angst vor Feuerteufel

Unbekannte Brandstifter haben in Kyritz einen enorm hohen Schaden angerichtet. Nun wurde die nächste Tat angekündigt.

Mehrere Autos, ein Bus, ein Radlader: Die Feuerwehr musste schon oft Brände löschen.
Susan Ebel Mehrere Autos, ein Bus, ein Radlader: Die Feuerwehr musste schon oft Brände löschen.

Eine Serie von Brandstiftungen in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) hält Ermittler und Bevölkerung in Atem: Anfang Oktober hatten unbekannte Brandstifter in zwei Autohäusern mehrere Wagen angezündet. Wenig später brannte auf einem Parkplatz ein Bus. Die Flammen griffen auf einen Laster über, der Gasflaschen geladen hatte. Daraufhin erschütterte eine heftige Explosion die Stadt. Zuletzt brannte es vor zwei Wochen auf dem Gelände einer Recyclinganlage. Ein Radlader ging in Flammen auf. Feuerwehr und Polizei beziffern den Schaden auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Verletzt wurde bislang niemand.

Die Kripo hat eine Ermittlungsgruppe mit bis zu acht Beamten eingesetzt. Noch gibt es keine heiße Spur auf den oder die Täter. Auch eine Belohnung von 2500 Euro für Hinweise habe die Polizei nicht weitergebracht, erklärte Polizeisprecher Toralf Reinhardt. „Die Stimmung in der Bevölkerung ist angespannt“, sagte Olaf Lehmann von der Kyritzer Feuerwehr. Für weitere Unruhe sorgte zuletzt eine Schmiererei am Kyritzer Busbahnhof, die weitere Zündeleien ankündigte. „Ob es sich hier um Trittbrettfahrer handelt, können wir nicht sagen“, erklärte Reinhardt. Die Polizei habe ihre Präsenz in der Stadt aber erhöht.